Um- und Anbau einer Stadtvilla am Alsterkanal in Hamburg in 2 Phasen
| Program: | Extension and Conversion |
| Client: | privat |
| Scope: | Design development, Construction planning, Execution, |
| Location: | Sierichstrasse 22299, Hamburg |
| Site area: | 650 m2 |
| GFA: | 580 m2 |
| Hight / Width / Lenght: | 11 m / 9,50 m / 28 m |
| Year: | 2007 – 2009 |
| Team: | Till Speetzen, Richard Woditsch, Jonas Brandt, Kora Krzykowska, Carlo Mellis, Johannes von Reiswitz, Mike Sharp,Tobias Ziehl |

Die 1902 errichtete Stadtvilla am Alsterkanal im Zentrum Hamburgs wird in der
Innenorganisation umgebaut und zum Garten hin angebaut.
Die Qualität der Lage – des Gartens und des Wassers – soll dabei hervorgebracht
und ein starker Bezug des Innenraums mit der Natur hergestellt werden.


Der Entwurf reagiert mit klaren architektonischen Formen auf den vorhandenen Altbau.
Die Klarheit der Körper und Gebäudeeinschnitte und ihre Nutzung werden durch die
Fortführung der bestehenden Raumlinien bestimmt.
Die tiefen Grundrisse werden linearisiert und licht-/ blickdurchlässig gemacht.
Der freie Blick auf den Garten wird auf allen Ebenen des Gebäudes möglich und durch
die Transparenz der Volumen erfahrbar.
Die Natur wird ein Teil des Gebäudes.
Das Erdgeschoss wird in der Funktionalität dreigeteilt: Wohnbereich, Kutschengang,
Sanitärbereich.
Interior groundfloor



Detail ceiling winter garden

Construction phase





Renderings




Interior





Axonometry

Schematic diagrams

Der Wohnbereich wird im Grundriss von der Straßenseite zum Garten durchgängig
geöffnet, dadurch wird eine völlige Durchlässigkeit des Geschosses erreicht.
Der alte Kutschengang wird reaktiviert, wodurch es eine direkte Zugangsmöglichkeit
von der Straße zum Garten gibt.
Der Sanitär- und Haustechnikblock trennt den Wohn- vom Durchgangsbereich.


Die Fassade zur Gartenseite wurde in der Vergangenheit in den Geschossen durch
Umbaumaßnahmen mehrfach verändert. Es ergeben sich dadurch über die Mittelachse
sechs unterschiedliche Fassadenbilder und somit ein heterogenes Bild.
Später angebaute Elemente werden entfernt und durch neue klare, in ihrer Konstruktion
reduzierte Öffnungen und Körper ersetzt.
Im Erdgeschoss wird die Fassade raumhoch, zum Grundstück hin orientiert über Eck
verglast, um eine maximale Öffnung zum Garten zu erreichen.
Im ersten Geschoss wird der alte Wintergarten durch einen komplett verglasten
kubischen Wintergarten ersetzt.
Über eine außenliegende Stahltreppe, wird der Garten durch den Wintergarten mit den
Hauptnutzungen Küche und Wohnzimmer im ersten Geschoss verbunden.
Durch Verjüngung der Treppe wirkt diese perspektivisch verlängert, betont somit die
Linearität des Grundstückes.
Das Dach des Wintergartens wird als Terrasse für das zweite Geschoss genutzt.
Im zweiten Geschoss wird die Fassade in der zweiten Bauphase, linksseitig der
Terrasse, mit raumhohen Schiebefenstern zum Grundstück hin über Eck geöffnet.
Floorplans

Sections

